Tour mit Blick auf Großglockner und Großvenediger auf den Larmkogel (3022m)

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit, eine 10-köpfige Gruppe der Skiabteilung des SFL war wieder in den Alpen unterwegs. Ziel für den ersten Tag war die Neue Fürther Hütte als Ausgangspunkt für die Tour auf den Larmkogel.

Los ging es bereits am Freitag um kurz vor 5.00 Uhr. Mit zwei Autos fuhren wir gen Süden. An München noch rechtzeitig vor dem Berufsverkehr vorbei und somit sehr, sehr gut im Zeitplan. Eigentlich zu gut, den Hiltzi hatte unser Transfertaxi vom Parkplatz bis zum Anstieg zur Neuen Fürther Hütte natürlich mit einem entsprechenden Zeitpuffer gebucht. Somit waren wir eben etwas viel zu früh dran. Aber egal. Vesper geht immer und ein Plausch mit einem Pärchen aus dem Landkreis Fürth war auch nett. Dann endlich das Taxi (bzw. der kleine Bus) brachte uns an den Ausgangspunkt der Tour (und sparte uns 5 Stunden Fußweg). Bei schwülwarmen Wetter ging es dann los durch ein Meer von lila Blumen und immer wieder rieselte ein Wässerchen. Wir querten auf der Hochebene einen Bach und den Blick nach oben gerichtet, waren vier beindruckende Wasserfälle unsere Wegbegleiter.

Das Wetter war schwül und der Aufstieg nach der langen Autofahrt und dem frühen Aufstehen, nicht für alle von uns ein Vergnügen. Aber oben an der Hütte angekommen (ist übrigens die Sektionshütte der DAV Sektion Fürth) wurden wir mit einem Radler oder anderem kühlen Getränk und einem traumhaften Blick auf den Wilden Kaiser auf der einen Seite und auf Larmkogel und seine Nachbarn und den Bergsee unterhalb auf der anderen Seite belohnt. Eine wunderschöne Location. Etwas Wind kam auf und so beschlossen Hiltzi, Maud, Olli und Stan noch auf die angrenzende Scharte zu gehen. Das Ziel haben sie dann allerdings nicht ganz erreicht, da unwegsames Blockgelände den Aufstieg verlangsamte und dann die Zeit zu knapp wurde. Aber das war sogar noch etwas mehr als was wir anderen zum Aufstieg gelaufen waren. Respekt.

Unser Quartier haben wir Corona-bedingt nicht in der Hütte, sondern in unserer eigenen kleinen (aber mit eigener Toilette und eigenem Waschbecken ausgestattet) Hütte bezogen. Das parzielle SFL-Hauptquartier wurde schnell bezogen. Sich frisch gemacht und dann auf zur Hütte zum Abendessen. Alle hatten Hunger und oh Wunder – wir haben 10 Mal Schnitzel bestellt.  Das eine oder andere Getränk kam natürlich auch dazu. Es war ein echt schöner Abend und so gegen 10.00 Uhr trollten wir uns alle in unser Häuschen. Leider war das Schlafen nicht für alle erholsam, aber nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Blick auf die herrliche Berglandschaft, geht es immer frohen Mutes auf die geplante Tour.

Von der Hütte geht es erst einige Höhenmeter hinunter bis an den See und dann viele hunderte Höhenmeter hinauf. Erst über Graswege, dann auf immer steiler werdenden (aber von der Sektion hervorragend gepflegten) Wegen durch das Blockgelände hinauf zur Larmkogelschafte auf 2900m. Ein Murmeltier beäugte uns den ganzen Aufstieg von seiner Aussichtsplattform und informierte seine Kameraden über unser Kommen. An der Scharte angekommen, war erst einmal eine kurze Pause angesagt. Dann wurden die Rucksäcke und die Stecken deponiert, denn für den Aufstieg zum Gipfel waren beide Hände notwendig und möglichst kein Gepäck. Zu neunt ging es dann zum Gipfel, ich musste erst mal eine ¼h pausieren um dann nachzukommen und final waren wir dann alle am Gipfel. Ein traumhafter Blick zum Großvenediger (dessen Spitze wir allerdings nur kurz durch die Wolken spitzen sahen) und die vielen weiteren nahen, schneebedeckten Gipfel und die vielen fernen bis hin zum Großglockner, der allerdings seinen Gipfel mit einem Wolkenmantel bedeckte. Ein genialer Ausblick. Traumhaft schön. Aber irgendwann muss man auch wieder hinunter und vor allem hatten alle Hunger, so dass es zurück zur Scharte, unseren Rucksäcken und zum wohlverdienten Vesper ging.

Gestärkt machten wir uns an den Abstieg und am See noch eine kurze Rast inkl. Füße in das eiskalte Wasser tauchen. Im Anschluss, war isotonische flüssige und vom Wirt hausgebrautes angesagt.

Kurz mussten wir noch unser Quartier verteidigen, was wir allerdings problemlos hinbekommen haben. Nach einem gemütlichen Abend ging es dann zum Ruhen in die Kojen oder auf die harte Bank…

Nach dem Frühstück machten wir uns an den Abstieg und konnten am Wegesrand noch ein Murmeltier beobachten. Nach einem langen Kiesweg sind wir gegen Mittag auf einer Alm eingekehrt und haben uns noch mal für die lange Heimfahrt gestärkt. Von der Alm ging es dann mit dem Taxibus zurück zum Auto. Der Fahrer erzählte uns, dass es in der Nacht so stark geregnet hat und eine Murre den Weg verschüttet hat. Fleißige Helfer hatten aber bis zu unserer Fahrt schon alles wieder geräumt.

Die Rückfahrt verlief (bis auf ein paar kleinere Staus) problemlos und wir sind alle wohlbehalten in Laubendorf wieder angekommen.

Eine beeindruckende Tour ging somit zu Ende und ein großer Dank geht an Hiltzi für die tolle Organisation, die perfekte Tourführung und überhaupt.

 

Für die Wandergruppe

 

AlexHerrmann

 

Eine kleine Bildergalerie findet ihr hier:

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