Die Theatergruppe sorgte auch im Jubiläumsjahr (30 Jahre) an sieben Abenden für vergnügliche und kurzweilige Abende im Kulturhof Langenzenn.
Die größte Herausforderung bei den Vorbereitungen war der Umbau der Wohnwagenkulissen, welche wir in Villingen-Schwenningen bei einer Theatergruppe abholten. Da die Wohnwägen aber über 6 m lang und 3 m hoch waren, mussten wir diese an die Bühne im Kulturhof in Höhe und Länge anpassen. Auch die Befestigungen für die Kulissen musste flexibel gestaltet werden, da die Wohnwägen erst im 2. Akt das Bühnenbild prägten und dadurch in der ersten Pause erst aufgebaut werden konnten. Bei diesen Unterfangen wurden wir tatkräftig von unserem langjährigen Mitspieler Thomas Bauer unterstützt.
Unsere Vorstellungen waren, wie auch in den Jahren zuvor, bis auf den letzten Platz (plus den ein – oder anderen Notsitz 😊) ausverkauft. Herzlichen Dank an alle die dabei waren.
Nach fast sechs Monaten Proben und Vorbereitung ging es dann endlich am 27.02.2026 los. Die Aufregung war bei den Mitwirkenden natürlich entsprechend groß.
Zum Jubiläum wurden auch die Gründungsmitglieder und die Mitspieler der ersten Aufführung der Theatergruppe zu den Vorstellungen eingeladen. Diese waren Rosa und Jupp Erhardt, Martina Jakob, Liselotte Hofmann, Edith Gass, Gerhard Eberlein und Hans Jürgen Kamm, welcher nun seit 30 Jahren mitspielt und für diese großartige Leistung bei der Vorstellung am 28.03.2026 von der Theatergruppe geehrt wurde.
Was war passiert im Stück:
In einem kleinen friedlichen Dorf (Laubendorf?) geht alles seinen geordneten Gang. Felder werden bestellt, Kühe gemolken, bis eines Tages die Dorftratschen herumerzählt, das ausgerechnet hier in der Altbuch ein Campingplatz gebaut werden soll und hierfür einiges Feld benötigt wird. Der Pfister-Bauer, wie auch der Huber-Bauer sehen darin die Chance ihres Lebens, um endlich die hügeligen und buckeligen Grundstücke für einen hohen Preis verkaufen zu können. Um sich einen Vorteil zu ergaunern, spielen sie sich gegenseitig kräftig aus, indem jeder so tut, als würde er niemals verkaufen, doch in Wirklichkeit will jeder den Preis nur in die Höhe treiben.
Nachdem dann das Vorhaben „Campingplatz“ endlich realisiert ist, dürfen die ehemaligen Grundstücksbesitzer jeweils für 4 Wochen kostenlos auf dem neuen Campinggelände Urlaub machen und erhalten auch noch einen Wohnwagen umsonst zur Verfügung gestellt. Außer der Bürgermeister, er wurde mit einem Micky-Maus Zelt am oberen Ende des Campingplatzes abgespeist, da er nur ein paar Quadratmeter Feld zu verkaufen hatte.
Angeblich ist aber der Huber-Bauer auf Mallorca im Urlaub und der Halden-Bauer soll zum Wandern in Tirol sein. Da jedoch beide in Wirklichkeit zur gleichen Zeit auf dem Campingplatz ihren Urlaub verbrachten und dazu noch ihre Wohnwagen direkt nebeneinanderstehen hatten, was jedoch keiner vom anderen wusste, kam es zu vielen Turbulenzen und Versteckspielereien.
Für großen Wirbel sorgte auch ein FKK-Gelände, sowie ein angebliches Meeresungeheuer, welches im Badesee gesehen worden sein soll. Hinzu kam auch noch die plötzliche Entdeckung einer Wunder-Thermalquelle, welche für alle möglichen Wehwehchen gut sein sollte, jedoch aber genau das Gegenteil bewirkte. Ein schwerhöriger Opa der zwangsgebadet wurde, sowie ein sehr dem Alkohol zugetaner trotteliger Dorfpolizist mischten das ganze Geschehen dazu noch kräftig auf.
Die Akteure 2026 waren:
Udo Hammerschick (Pfister-Bauer), Christine Böhm (seine Frau), Tanja Fauck (Tochter), Hans-Jürgen Kamm (Huber-Bauer), Sabine Tauletz (seine Frau), Alfred Knoblich (Bürgermeister), Bastian Kamm (Dorfpolizist), Walter Knoblich (Opa), Gabi Wißerner (Dorftratschen),
Vor, neben und hinter der Bühne gaben Ute Knoblich als Souffleuse und Lydia Brunnhübner im Kartenvorverkauf alles, um das Stück unvergesslich zu machen.
Die Theatergruppe bedankt sich ganz herzlich beim Kulturhof Langenzenn für die Nutzung des kleinen Saales und für die tolle Zusammenarbeit und Bewirtung durch die Hans-Sachs-Gruppe.
Vielen Dank auch an die Vorstandschaft der Sportfreunde Laubendorf für die Unterstützung.
Wir freuen uns schon jetzt auf die Aufführungen und euren Besuch im Jahr 2027.
Walter Knoblich