Fahrt in die Wachau

Nach monatelanger Vorbereitungszeit war es am letzten Samstag soweit, die AH wiederholt ihren Besuch in der Wachau aus dem Jahre 2001. Erneut hatten Annemarie und Gerhard Fleischmann ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Als Busfahrer Karl-Heinz Kress den letzten Koffer verstaut hatte, waren 48 Personen im Stadtgebiet an mehreren Haltepunkten zugestiegen. Zunächst ging es zügig über die Südwesttangente und die A6 auf die A3. Bis Regensburg kamen wir gut voran, aber danach folgten immer wieder Staus, so dass wir mit etwas Verspätung in Krems – Anger ankamen. Dort wurden wir auf drei Unterkünfte aufgeteilt, wobei viele noch den Weinhof mit Wirt Addi aus 2001 in Erinnerung hatten. Nach kurzer Auspackpause ging es mit dem Bus zum Sportplatz von Union Stein in Krems. Dort war noch das Spiel der „1. Kampfmannschaft“ im Gange, doch wir sollten gleich im Anschluss auflaufen, angekündigt als „ FC Laubendorf – Nürnberg“. Verfügte der Verein doch über eine Lautsprecheranlage und eine digitale Anzeigetafel. Allerdings erinnerten Kabine und Duschen eher an die Siebzigerjahre und den ein oder anderen Verein im Landkreis NEA. Wir hatten 12 Spieler mitgebracht, von denen einige schon Jahre nicht mehr gegen einen Ball getreten hatten oder mit Verletzungen eingeschränkt waren. So war es nicht verwunderlich, dass wir uns gegen die deutlich jüngere Heimmannschaft mit vier Auswechselspielern sehr schwer taten und hauptsächlich mit Abwehraufgaben beschäftigt waren. Steppi Schmidt gelang der ein oder andere gefährliche Konter, doch fehlten dann in der Mitte die Abnehmer. Mit 0:2 ging es in die Pause und dank einer überzeugenden Torwartleistung von Stefan Kuhn mussten wir nur noch das 0:3 in Halbzeit zwei hinnehmen. Danach galt es noch einige neue Blessuren in die dritte Halbzeit mitzunehmen, die wir dann aber auch unter Absingen der Vereinshymne eindeutig zu unseren Gunsten gestalten konnten. Den Abend verlebten wir dann alle zusammen im Weinhof , wo wir nach einem vorzüglichen Menü mit Livemusik unterhalten wurden. Den beiden Musikern gelang es, trotz der vorausgegangen Anstrengungen, das ein oder andere Tanzpaar aufs Parkett zu locken.

Der Sonntagmorgen begann pünktlich um 9 Uhr mit der Abfahrt nach Dürrnstein, wo jeder die Zeit bis zur Rückfahrt zum Mittagessen frei gestalten konnte.Dürrnstein mit seinen rund 900 Einwohnern ist direkt an der Donau gelegen und hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1000 zurückreicht. Davon kündet auch eine hoch über den Ort gelegene Burgruine, die von Weinbergen umgeben ist. Der malerische Ort hat einen schönen Ortskern mit engen Gassen und diversen Einkehrmöglichkeiten. Davon machten einige Gebrauch, während die anderen den Aufstieg zur Ruinen in Angriff nahmen. Nach gut 20 Minuten Fußmarsch wurde man mit einen herrlichen Ausblick auf Donau und Weinberge belohnt. Dies wurde in diversen Bildern mit Kamera und Handys festgehalten, bevor es wieder nach unten ging. Nach dem Mittagessen im Weinhof ging es nach Krems. Dort wartete mit „Hieronymus“ ein Traktor gezogener Bummelzug auf uns. Entschleunigt und gemütlich ging es bergauf bergab, bis wir unser Ziel ein Heurigenlokal erreicht hatten. In diesem typischen Lokal gab es den Heurigen zu sehr zivilen Preisen bei etwas mürrischer Bedienung. Die Rückfahrt im Bummelzug wurde dann noch einmal gestoppt, als wir hoch über Krems einen schönen Ausblick auf die Stadt und Fluss hatten. Dem Antrag, den zweiten Anhänger (während der Fahrt) abzukoppeln, damit es schneller voranging, wurde trotz Wiederholung nicht entsprochen. Zurück am Weinhof stand eine Weinverkostung auf dem Programm. Die Weinbäuerin erklärte uns dabei die lecker ausgeschenkten verschiedenen Weinsorten so gut, dass danach fleißig eingekauft wurde. So motiviert wurde das Abendessen in Angriff genommen und danach fröhlich zusammen gesessen. Allerdings mussten manche dem „ schweren Tagesprogramm“ Tribut zollen und etwas früher die Schlafstatt aufsuchen. Gut ausgeschlafen, aber manchmal mit etwas kleinen Augen standen wir am Montagmorgen wiederum pünktlich um 9 Uhr zur Fahrt nach Wien bereit. Nach einer Stunde Fahrzeit begrüßte uns die Metropole Österreichs mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Wir fanden die Stadtführerin am vereinbarten Platz nahe dem Franz-Josef-Kai und machten uns auf eine mehrstündige Rundfahrt durch Wien. Zwei Mal wurde Halt gemacht und wir besichtigten zunächst das Schloss Belvedere mit seinen vielen Brunnen und großzügig angelegten Gärten inmitten von Wien. Der nächste Halt auf der informativen Rundfahrt war dem Künstler Friedensreich Hundertwasser geschuldet. Manche kennen seinen Turm in der Kuchelbrauerei zu Abensberg. Wir haben uns sein hochinteressant gestaltetes Haus in der Innenstadt angesehen. Daneben natürlich Läden aller Couleur mit Souvenirs aller Art. Herausfordernd für unseren Busfahrer war die Tatsache, dass er an den Haltestellen nur zum Aus- und Einladen kurz anhalten durfte. Danach musste schauen wo und wie er die Zwischenzeit überbrücken konnte. Nicht einfach in so einer Großstadt, aber souverän und vor allem absolut pünktlich erledigt, hohe Anerkennung Karl-Heinz! Nach der Kreuz- und Querrundfahrt durch Wien fanden wir einen günstig gelegenen Parkplatz, von wo aus wir für ca. 2,5 Stunden Wien per pedes erkunden konnten. Bei weiterhin herrlichem Sonnenschein wanderten wir zum Stephansdom, zur Hofburg oder zum Heldenplatz. Es war natürlich nur ein erster Eindruck, auch für Wien braucht man mehrere Tage um all die Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Die anschließende Fahrt nach Grinzing führte über den Kahlenberg, ein Aussichtspunkt hoch über Wien. Mit etwas Glück fanden wir in Grinzing einen Parkplatz für unseren Bus in der Nähe von Malys Weinhof. Dort wurden uns zum Wein unserer Wahl kalte und warme Platten gereicht. Dann erschienen zwei angegraute Musiker, die mit Quetsche und Gitarre Schrammelmusik zum Besten gaben. Für Heiterkeit sorgte ein Dritter, der hüpfend die Musiker begleitete, warum ist bis heute ein großes Rätsel. Jedenfalls verging die Zeit mit einigen Liedbeiträgen wieder sehr schnell. Um die rechtlichen Zeitvorgaben für Busfahrer einzuhalten mussten wir gegen 20 Uhr aufbrechen, obwohl es einige noch nicht nach Hause zog. Deshalb gab es für den „ harten Kern“ im Weinhof noch einen Einkehrschwung, wo dann der noch vorhandene Durst erfolgreich abgelöscht werden konnte. Für den letzten Tag hatte unser Reiseleiter eine Schifffahrt von Krems nach Melk organisiert. Über Nacht hatte das Wetter umgeschlagen, so dass diese an sich sehr reizvolle Strecke, mit vielen Sehenswürdigkeiten links und rechts des Ufers, zu einer neblig-nasskalten Fahrt wurde, die nur ahnen ließ was uns bei schönem Wetter erwartet hätte. Nach drei Stunden kamen wir in Melk an, wo uns unser Bus schon erwartete. Er nahm dann den schnellsten Weg auf die Autobahn Richtung Passau. Auf dem angesteuerten Rastplatz und den letzten Kilometern bis zur Grenze wurde uns dann schnell klar was der Feiertag für die unzähligen Trucker bedeutete. Waren schon auf dem Rastplatz selbst die reservierten Plätze für die Busse teilweise belegt, so steigerte sich das Ganze zu einem kilometerlangen Parkplatz auf der Standspur bis zur Grenze. Wir kamen gut daran vorbei und erhielten dazu immer wieder die Spielstände von den beiden Derbys in Langenzenn. Dabei wurden die in Österreich nachgekauften Kaltgetränke ebenso dezimiert wie die mitgeführten Vorräte an Sekt und Hochprozentigem. Natürlich wurde schon ein neues Reiseziel diskutiert, wobei neben Amsterdam auch Salzburg genannt wurde. Zu guter Letzt fanden Rudi Osswald und Christian Gall warme Worte und berechtigtes Lob für Annemarie und Gerhard, die eine Reise organisiert hatten, die keine Wünsche offen ließ. Dazu wurden zwei Kronen an Gerhard und Markus für die besonderen Verdienste verliehen, auch Karl-Heinz erhielt viel Beifall für die mehrfach nachgewiesenen Fahrkünste. Dass einer dieser Kronenträger auf dem Heimweg damit zwei Fahrradfahrer heftig erschrecken könnte, hatte man bei der Verleihung nicht bedacht. Letztendlich kamen wir alle – ohne Verluste – gegen 20 Uhr fahrplanmäßig in Langenzenn an werden uns noch lange an diese tollen vier Tage erinnern.

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